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Best Practices 2

Stabiler Beziehungshintergrund in dynamischen Zeiten

20161012 KooperationZuliefer 03klEin weiterer interessanter Aspekt eines gewollt durchlässigen Unternehmenskontexts ist in Zeiten hoher Mitarbeiterfluktuation, gerade auch im Führungskreis von Unternehmen, die Kundenbindung auf einer persönlichen Ebene.

Wie halten Sie es mit Führungskräften aus Ihrem aktiven Kundenkreis, wenn diese Ihren Bestands-Kunden verlassen? Bleiben Sie im Kontakt? Gibt es einen bestimmten Mitarbeiter, der sich um den potentiellen Neukunden kümmert? Bringen Sie sich bei dem neuen Arbeitgeber mit ins Gespräch?

Manch unerwarteter Auftrag durch neue Kunden kann hier als Ergebnis aktiv aufgebauter und gepflegter Vertrautheit entstehen. Vielleicht sogar einer der stabilen Aufträge, die Ihrem Unternehmen Spielraum für mehr Kundeflexibilität bringen, wie bei einem der Aussteller geschehen.

Best Practices 3

Gemeinsam neue Interessentengruppen für die messtechnische Dienstleistung erschließen

20161012 KooperationZuliefer 01klMit der guten Umsatzentwicklung in der Sensorik- und Messtechnik geht ein jährlicher
Beschäftigungsaufbau von gut 2 Prozent einher. Doch die Personalgewinnung ist für das Gros der
klein- und mittelständisch geprägte Branche ein zähes Geschäft. Anfang Dezember 2015 hat der
AMA-Verband laut einer Umfrage seines Verbands unter seinen 480 größtenteils mittelständischen
Unternehmen ein Umsatzplus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ermittelt, und das trotz einer
gesamtwirtschaftlich eher lauen Situation.

Doch vor allem mittelständische Zulieferer, auch in Sachsen, suchen oft lange vergeblich nach
qualifizierten Messtechnikern, um ihre offenen Positionen zu besetzen. Dr. C. Thomas Simmons, AMA
Verband für Sensorik und Messtechnik sinnierte dazu in einem Interview: „Personalmarketing ist bei
uns im Mittelstand weder angekommen noch wird es ernst genommen; lieber investieren Firmenchefs
in Weiterbildung.“

Und immerhin, die Bereitschaft, in den Kompetenzaufbau zu investieren, wird groß geschrieben. »Die
Bereitschaft der Unternehmen, Zeit und Geld zu investieren, um Mitarbeiter einzuarbeiten oder
fortzubilden, ist da“, bestätigte Yvonne Pechmann von der Unternehmensberatung Wirth+Partner. Sie
konstatierte einen „generell hohen Fachkräftebedarf“ in der Branche.

Messtechnische Dienstleistung – wichtiger Baustein der Wissens-Wertschöpfungskette
Eine Möglichkeit, den Fachkräftebedarf zu schließen, ist sicherlich das Outsourcing durch Zukauf der
Messtechnischen Dienstleistung, wie sie von qualifizierten Dienstleistern angeboten wird.
Eine weitere ist der Einsatz von spezialisierten Personalberatern. Viele Unternehmen – auch und
gerade größere Firmen - versuchen, nicht besetzbare Stellen erst mal über Weiterbildung und
Mehrarbeit auszugleichen.

Aber letztlich, berücksichtigt man die Gesamtsituation, so ist das Angebot an MesstechnikerInnen,
besonders in den für Arbeitnehmer zunächst erst einmal weniger attraktivem Umfeldern in der Provinz,
ein gutes Beispiel für die bekannte, zu kurz geratenen (Personal-) Decke.
Wo immer man mit attraktiven Angeboten Fachpersonal anzieht, fehlt die Kompetenz dann an einer
anderen wichtigen Stelle in der Wissens-Wertschöpfungskette der Branche.

Da ist es aus Sicht der Unternehmen, ob Produzent oder Wissens-intensiver Dienstleister nur
folgerichtig, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen und im eigenen Kontext geeignete Partner
zu suchen für eine gemeinsame Ausbildung von neuen MesstechnikerInnen. Das erfordert auch, neue
Bündnisse einzugehen, die es erlauben, neue Interessentengruppen für das vielfältige und
interessante Berufsbild der Messtechnik zu interessieren.
Als interessante Option wurde so an den Ständen der Kooperationsbörse Zulieferindustrie z. B. eine
regional initiierte Projektpartnerschaft von qualifizierten Bildungseinrichtungen der Automobilbranche,
mit in der Region aktiven, messtechnischen Dienstleistern und unter Einbindung geeigneter Vertreter
von qualifizierungswilligen und -fähigen Bevölkerungsgruppen diskutiert.

Eine aus meiner Sicht durchaus lohnende Vision für mehr Resilienz, aktive Zukunftsfähigkeit der
Region und Ihrer mittelständischen Unternehmen in einer wissensintensiven Branche mit großem
Potential, nicht zuletzt mit Blick auf Industrie 4.0. Eine gemeinsame Anstrengung und Wissens-
Kooperation von Partnern für den Aufbau eines in Messtechnik qualifizierten Personalpools, made in
und für Sachsen – sicherlich eine interessante Projektidee mit Zukunftskraft.

*Interview, Corinne Schindlbeck, 3.01.2015, elektroniknet.de

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