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Von Wissens-Hunger und Daten-Bulimie

WISSEN Produktiv ORGANISIEREN

Peter. F. Drucker bringt es auf den Punkt: „Zweck und Ziel der Organisation ist es, die Stärken der Menschen produktiv zu machen und ihre Schwächen unwesentlich.“

 

Wie genau muss eine Organisation den Rahmen setzen, um Wissensarbeit produktiv zu machen? Mehr

Die Anwendung des Prinzips A.K.A.Z.I.E für erfolgreiche Unternehmen in Mittelstand sollte hier weiterhelfen, um nicht aufzusitzen auf einem Wissensmanagement-Boom in Wellen, einem Trend, Trendchen oder einer Tendenz zum Wissensmanagement, die da aus allen Richtungen Führungskräften nahelegt, ein betriebliches Wissensmanagement im Unternehmen einzuführen.

Das Anwenden des Denk-und-Prüf-Musters Achtsamkeit, Kompetenz, Agilität, Zielstellung, Intelligenz = Erfolg auf die Fachdisziplin Wissensmanagement hilft Ihnen dabei, die für Ihr Unternehmen geeignete Antwort auf die Frage zu finden: Was genau bedeutet für mein Unternehmen das Gebot der Produktivität für eine „Wissens-Organisation“, für den professionellen Umgang mit Wissen?

Denk & Prüf 1 – Gesunder Menschenverstand

Produktivität und die Steigerung von Produktivität ist ein typisches Management-Ziel. Und damit ist eine grundlegende Wahrheit hinter allen Regeln, es geht hier immer um praktischen Nutzen.

Nur darum? Der praktische Nutzen resultiert in den meisten Diskussionen aus dem gesunden Menschenverstand und legt nah: 1. das zu tun, was man denkt, verstanden zu haben, was funktioniert – die gewünschten Ergebnisse bringt - oder 2. der Unterlassung dessen, was eben gerade nicht funktioniert – zu unerwünschten Ergebnissen führt.

Ein Management „nach gesundem Menschenverstand“ kommt nach diesem Ansatz beispielsweise mit zwei Anweisungen aus.

  • “Tu nix, was schadet.“ Die Dont´s im Unternehmen, die Lessons Learned, der Schadensfall….
  • „Mach‘ das, was nützt.“ Die Dos im Unternehmen; die Best Practices, das Expert Debriefing, der Erfolgsfall.

Damit ist der produktive Bewegungskorridor festgelegt, eindeutig und für alle Unternehmen.

Und da liegt dann auch schon der Hase im Pfeffer; ein Wissensmanagement, das nach diesen beiden Regeln funktioniert, kann Sie und Ihr Unternehmen nie wirklich erfolgreicher machen, als den Wettbewerb. Sie bleiben und bewegen sich ja im gleichen Korridor.

Was einer Organisation fehlt, die nach diesen beiden einfachen Grundsätzen arbeitet, ist ACHTSAMKEIT für betriebliches Wissen als Öffner von neuen Handlungsoptionen, von erfolgsbegründenden Zukunftsräumen.

Und dagegen hilft z.B. die erste AKAZIE-Regel für betriebliches Wissensmanagement:

Implementieren Sie niemals, never-ever, ein Wissens-Management-System, das im Markt wohlfeil ist:

Entwickeln und implementieren Sie ein für Ihr Unternehmen geeignetes Set an Prozessen, keine Wissensmanagementsystem von der Stange, kopieren Sie nicht die Best Practices von anderen – egal wie erfolgreich - und kaufen Sie keine wie auch immer heilsversprechenden Softwarte-Produkte als Wissensmanagement.

Wenn Sie bereits einmal mit Projekt Management-Verantwortlichen zu tun hatten, die auf Rückfrage „Projekt Management mit „MSProject oder Primavera oder mit welchem Produkt auch immer machen“, dann wissen Sie, wovon ich spreche: eine gute Software ist ein nice-to-have, aber weder eine hinreichende noch eine notwendige Bedingung für kluges Management welcher Disziplin auch immer.

Und wer sich zuerst für ein Produkt entscheidet, bevor die Erfahrung da ist, mit welchen Prozessen man gut an welchen realen Problemstellungen arbeitet, der wird viele Probleme finden, die sich einer Lösung entziehen. Weil eben die Welt nicht nur Nägel, sondern auch Schrauben, Kleber und andere Lösungsansätze braucht. Wer mit einer fixen Software-Lösung zum Wissensmanagement nur einen Hammer kennt, dem wird die Welt zum Nagel und z.B. zerstörungsfreie Befestigung bis ans Ende ein Rätsel bleiben.

Natürlich gibt es hier in diesem beschriebenen Korridor von brauchbarem Unternehmenswissen eine Fülle von Aufgaben, die es gilt, möglichst gut mit so wenig Ressourcen wie möglich zu erledigen, will man mithalten mit dem Wettbewerb.

Z.B. die Hausaufgaben zu erledigen, wie ist der IST-Zustand? was Nützliches wissen wir den überhaupt? Was sollten möglichst viele wissen? Wer weiß was im Unternehmen, was sollte an Wissen wem zugänglich sein, wo brauche ich Warnhinweise, wie kommuniziere ich Do´s and Don´ts am besten, muss ich etwas dokumentieren, brauche ich dazu Kommunikation für den regelmäßigen Austausch, etc. etc.? Natürlich kann man solche Hausaufgaben messen, einen Controlling-Aspekt von Management können Sie hier verwirklichen.

Aber, macht das produktive Wissensarbeit, im Sinn von Wissensmanagement? Aus meiner Sicht nein: Produktivität setzt Wertschöpfung voraus. Und Dokumentation alleine ist keine Wissenswertschöpfung.

Denk & Prüf 2 – Produktiv durch Explizitierung von impliziten Expertenwissen

Viele Trends im Wissensmanagement postulieren Wissenswertschöpfung durch die Explizitierung von Wissen. Wissen soll mehr wert sein, wenn es aus den Köpfen – und Herzen – der einzelnen Wissensträger extrahiert wird, am besten als Dokumentation allen in expliziter Form, erfassbar, als Information speicherbar und beliebig oft ver-teilbar zur Verfügung steht.

Wissen entsteht aus Information, die in einen spezifischen Kontext gesetzt und erfahren wird; Wissen entsteht in einem Veredelungsprozess aus Information durch selektive, interpretierende und wertende Prozesse. Der persönliche oder in einer Organisationseinheit typische Umgang mit Information ist wesentlicher Bestandteil des Wertschöpfungsprozesse, eine bloße Explizitierung und Dokumentation von Wissensinhalten, greift zu kurz. Um wirkliche Wissenswertschöpfung für das Unternehmen zu bringen, muss und möchte es sich an relevanten Problemstellungen üben, möchte Kompetenz begründen.

Die zweite AKAZIE-Regel für betriebliches Wissensmanagement lautet:

Wer Wissen bereitstellt muss Handlungsraum zur Verfügung stellen

Wird Wissen an Problemstellungen zur Anwendung gebracht, virtuell oder ganz praktisch dann erst entwickelt sich Können. Wenn Menschen Können erfahren, wollen sie es anwenden. In diesem Prozess entsteht intrinsische Motivation. Mit allen bekannten Vor- und Nachteilen.

Erfahrungsgemäß liegt hier ein Stolperstein fürs Management, einer der zentralen Energiefresser im betrieblichen Wissensmanagement. Hier wird ein Wunsch nach Anwendung und nach Anerkennung geweckt, der ungenutzt und ohne Handlungsspielraum oft in Frustration umschlägt und – nicht berücksichtig in die Verweigerung führt.

Wer Wissen zur Verfügung stellt und Kompetenz ernten will, muss Handlungsspielraum freigeben. Und sich VORHER Gedanken darüber machen, mit welchen Prozessen Ausführungsqualität und einen den Anforderungen im Markt und im Unternehmen angemessen Flexibilität finden, um sich zu echter Kompetenz weiterentwickeln zu können und mit welchen Zielen die Handlungen eine betrieblich sinnvolle Richtung finden um, wirkliche Wissenswertschöpfung Ihres Unternehmens, echten Wettbewerbsvorteil zu generieren.

Mehr zu den A.K.A.Z.I.E Regeln für das Betriebliche Wissensmanagement finden sie im 2. Teil dieses Artikels: „SCHLANKES WISSENSMANAGEMENT“

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1 Kommentar

  • Kommentar-Link test2 Montag, 12 September 2016 18:22 gepostet von test2

    Die Rechtschreibung ist verbesserungswürdig und die Neugierde groß, wo laufen denn die Kommentare zusammen? Wo werden sie sichtbar?

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